
Infoveranstaltung mit der Deutschen Herzstiftung

Unsere Praxis feiert in diesem Monat ihr 40-jähriges Praxisjubiläum! Die Praxis wurde im November 1979 gegründet.
Wir sind also 40 Jahre für Sie da, wenn es um ihr Herz geht! Aus diesem Anlass möchte wir uns bedanken, bei unseren Patienten für ihr Vertrauen und bei unseren überweisenden Kollegen für die gute Zusammenarbeit!
Mitte März wurden beim Jahreskongress des American College of Cardiology die Ergebnisse der ODYSSEY-OUTCOME Studie, an der wir als Studienzentrum auch teilgenommen haben, vorgestellt.
Bei Patienten, die kurz zuvor einen Herzinfarkt erlitten hatten und unter Standardtherapie die LDL-Zielwerte nicht erreichten, traten durch die zusätzliche LDL-Senkung mit Alirocumab weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle als im Vergleich zur Placebogruppe auf. Zusätzlich konnte Alirocumab auch die Sterblichkeit (nach einem durchschnittlichen Beobachtungszeitraum von 2,8 Jahren) reduzieren. Damit ist ODYSSEY OUTCOME die erste PCSK9-Hemmer Studie, die eine positive Wirkung auf die Mortalität zeigte. Am meisten profitierten Patienten mit einem LDL-Wert über 100 mg/dl.
Die Zahl der Nebenwirkungen lag auf Placeboniveau, wenn man Rötungen im Bereich der Einstichstelle absieht.
Bei der CANTOS Studie (ACZ885 - Ilaris) sind erste, sehr positive Ergebnisse veröffentlicht worden. In der Phase-3-Studie wurden Patienten, die in der Vorgeschichte einen Herzinfarkt hatten, mit dem Prüfmedikament Ilaris behandelt. In den Tests wurde das Risiko von Herzinfarkt- und Arteriosklerose-Patienten reduziert, eine Herzattacke, einen Schlaganfall oder tödliche Herzkreislauf-Probleme zu bekommen. Die Einzelheiten der Studie sollen beim europäischen Kardiologen-Kongress im August in Barcelona vorgestellt werden.
An der sogenannten CANTOS-Studie beteiligten sich über einen Zeitraum von sechs Jahren weltweit mehr als 10.000 Patienten. Weltweit erleiden jährlich geschätzt 7,3 Millionen Menschen einen Herzinfarkt, die danach ein erhöhtes Risiko für eine erneute schwere Herz-Kreislauf-Erkrankung haben.
In die Ergebnisstudie CLEAR werden weltweit mehr als 12000 Menschen aufgenommen, die eine Herz-Kreislauferkrankung oder ein hohes Risiko für eine Herz-Kreislauferkrankung haben und cholesterinsenkende Medikamente mit der Bezeichnung Statine nicht vertragen.
Das Hauptziel der Studie ist zu untersuchen, ob das Prüfmedikament das Risiko schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten reduziert. In der Studie werden außerdem die mögliche Wirkung des Prüfmedikamentes auf die Cholesterinwerte und seine Sicherheit untersucht.
Das Kompetenznetz Vorhofflimmern startet eine wichtige Studie zur Klärung von Vorhofrhythmusstörungen. Insgesamt sind in 15 europäischen Ländern 250 Zentren beteiligt. Unsere Praxis ist ein Zentrum davon!
Viele moderne Herzschrittmacher sind in der Lage Vorhofrhythmusstörungen aufzuzeichnen. Bei der Schrittmacherkontrolle wird routinemässig der Gerätespeicher abgefragt. Sollten solche Rhythmusstörungen auftreten, ist das weitere Procedere allerdings schwierig. Es gibt keine klaren Richtlinien, ob eine Blutverdünnung (Antikoagulation) begonnen wird oder nicht.
Vor diesem Hintergrund will die AFNET Studie klären, ob eine orale Antikoagulation bei Patienten mit Vorhofrhythmusstörungen als Vorstufe von Vorhofflimmern das Schlaganfallrisiko tatsächlich reduzieren kann. Bei Vorhofflimmern besteht die Gefahr der Gerinnselbildung im Herzen. Lösen sich diese Gerinnsel droht ein Schlaganfall.